Der Sommer neigt sich offiziell dem Ende zu, aber unsere Partylaune ist noch lange nicht vorbei. Diesen Samstag stellen euch die 20. Feierwerk-Sessions erneut Newcomer:innen der Münchner Szene vor. Mit von der Partie sind dabei Rap, Pop und auch Alternative-Einflüsse.
LAVIE

Lavie vereint Hip-Hop und Indie-Pop zu seinem eigenen Sound: Wie der Name schon verraten lässt („la vie“: das Leben), singt er dabei auf Deutsch und Französisch, so zum Beispiel in „la fin“ (das Ende). Seine markante Stimme und seine Musikproduktion erzeugen eine Atmosphäre, die sowohl mitreißt als auch nachdenklich stimmt. Mit Zeilen wie „Ich weiß nicht, wer ich bin / Ich weiß nicht, wohin ich will“ zeigt er offen seine Verletzlichkeit. In seinen oft melancholischen Texten mit ihren universellen Botschaften kann man sich leicht verstanden fühlen.
Neben seiner Musik ist Lavie als Gründer und Moderator einer Radioshow aktiv, in der er Münchner Newcomer:innen vorstellt. Er organisiert jährlich einen Konzertabend für junge Talente.
NOON

Noon ist zwar eine Newcomerin in der Szene. Musik und Texte schreibt sie aber schon seitdem sie 10 Jahre alt ist. Damals noch heimlich, denn sie wuchs in einem irakischen Haushalt auf, in dem die Leidenschaft für Musik, besonders für Mädchen verboten war.
Diese Erfahrung spiegelt sich heute in ihren Songs über Selbstwert, Widerstand, Trauer und Liebe wider. Dabei bewegt sie sich zwischen Reflexion und Rebellion und verinnerlicht so die Gegensätze ihrer Erziehung: Noon ist auf der Suche nach ihren eigenen Wurzeln und versucht, sich gleichzeitig von diesen abzugrenzen.
Ende des Jahres erscheint ihre erste EP, manche der Songs hat sie selbst produziert. Ihren R&B und Trap-inspirierten Track „Waves“ könnt ihr bereits auf allen gängigen Streamingdiensten genießen.
SHOWBID
showbid beschreibt seine Musik als „Tagebuch Pop-Rap, der aufweckt“. Als Kind mit Migrationshintergrund in einem österreichischen Bergdorf gab es für ihn vor allem eines nicht: Vorbilder. Daher möchte er junge Erwachsene mit Migrationshintergrund ansprechen und ermutigen, ihre innersten Überzeugungen zu reflektieren.
„Wann warst du das letzte Mal stolz auf dich?“ Diese Frage bewegt ihn, in seiner Musik und in den sozialen Medien. Ob in der kleinsten Jazzbar in München oder auf der Radio Arabella Bühne: showbid lädt mit indischen Melodien und gedankenversunkenen Texten zum Tanzen und Nachdenken ein. Gerade sein neuster Song „Vermissen“ hat starkes Ohrwurmpotenzial!

Die Feierwerk-Sessions finden am Samstag, 13. September, um 19 Uhr im Münchner Feierwerk (Hansastraße 39-41) statt. Der Eintritt erfolgt nach dem Prinzip „Pay what you want“.




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