6. Mai 2025Von Felix Meinert
Vor sieben Jahren kam Enji für ihre Musikkarriere nach München. Nun hat die mongolische Jazz-Sängerin ihr drittes Album „Sonor“ veröffentlicht. Im Interview erzählt sie über musikalische Improvisationen, den Reiz des Visuellen und das Leben zwischen zwei Kulturen. Das Gespräch führte Felix Meinert. Enkhjargal Erkhembayar alias Enji wurde in der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar geboren. In ihrem
1. April 2025Von Felix Meinert
Stella Sommer beschwört auf einem mystischen Folk-Album die Magie der unergründlichen Natur – und kommt so dem menschlichen Wesen näher. „Schwarze Magie“ beginnt mit einer Art Gebet. Zart und ehrwürdig trägt es Stella Sommer auf dem Eröffnungsstück „Läute die Glocken“ vor, begleitet von einer ätherischen Gitarre, einem sanften Chor und dem gelegentlichen Klirren der Becken:
13. März 2025Von Felix Meinert
Nichts und niemand scheint Kendrick Lamar derzeit aufhalten zu können. Bereits vor zehn Jahren katapultierte sich der Rap-Superstar aus Compton mit seinem Album „To Pimp a Butterfly“ in die Geschichtsbücher des Hip-Hop. Als Kendrick Lamar Mitte Februar bei der Halbzeitshow des Superbowl auftritt, krönt er damit ein außergewöhnlich erfolgreiches Jahr. Zuvor schon veröffentlichte der Rapper
6. Februar 2025Von Felix Meinert
Vor 60 Jahren schuf Tenorsaxofonist John Coltrane mit seiner Band einen Klassiker des spirituellen Jazz: „A Love Supreme“ ist ein musikalisch virtuoser Ausdruck tiefen Glaubens und bemerkenswerter Willenskraft. Angeblich ist die bloße Entstehung von „A Love Supreme“ einer göttlichen Offenbarung zu verdanken. Acht Jahre vor der Veröffentlichung dieses Jazz-Klassikers, im Jahr 1957, steht es nicht
23. Januar 2025Von Felix Meinert
In seinen legendären Filmen verband David Lynch Bild und Ton auf surreale Weise. Nun ist er im Alter von 78 Jahren gestorben. Nachruf auf einen Filmregisseur, der eine besondere Beziehung zur Musik pflegte. Die ersten Töne der „Twin Peaks“-Titelmusik reichen aus, um bei mir Gänsehaut auszulösen. Vermutlich bin ich nicht der einzige Fan der US-Kultserie,
16. Januar 2025Von Felix Meinert
Sie ist das stilistische Markenzeichen vieler deutschsprachiger Indie-Musiker:innen: die Ironie. Doch dieses Stilmittel wirkt mitunter ein bisschen abgenutzt – und riecht nach privilegierter Gleichgültigkeit. Das mit dem Humor ist so eine Sache. Keine Musikerin und kein Songwriter entkommt dem Dilemma, das der Humor mit sich bringt. Entweder er kommt gut an – oder eben nicht.
19. Dezember 2024Von Felix Meinert
Bei all den Missständen in der Welt mag es schwerfallen, in der Kunst einen Sinn zu erkennen. Dabei birgt Kunst das Potenzial, uns unseren Mitmenschen und uns selbst näherzubringen. Als zwei britische Klimaaktivistinnen im Herbst 2022 Vincent van Goghs „Sonnenblumen“ mit Suppe bewarfen und damit einen medialen Skandal auslösten, rechtfertigte eine der beiden die Aktion
12. Dezember 2024Von Felix Meinert
Von Berlin über Mannheim bis nach München: Wo man nur hinschaut, muss die Kulturszene derzeit staatliche Kürzungen hinnehmen. Doch die Branche wehrt sich und betont ihren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stellenwert. In der Vorankündigung für das Maifeld Derby 2025 ermutigt Festival-Gründer Timo Kumpf alle Fans: „Save the last ride!” Ein letzter Tanz soll es werden. Denn
26. November 2024Von Felix Meinert
Treibende Gitarrenakkorde, ekstatische Pop-Rock-Refrains: Mit Spielwitz und Leidenschaft verarbeitet die Londoner Band destruktive Schönheitsideale, die eigene Trauer und vieles mehr. Der Refrain von „Summer Bodies“ ist gerade zum dritten Mal erklungen, da tritt der kollektive Lieblingsmoment der Band ein: Der Reihe nach fangen die vier Mitglieder von Fightmilk unkontrolliert zu schreien an. Vielleicht bricht in
14. November 2024Von Felix Meinert
Sieben Jahre nach dem Tod von Frontmann Chester Bennington sind Linkin Park wieder zurück – mit neuen Gesichtern und einem neuen Album. Kurz vor dessen Veröffentlichung stellt sich die Frage: Was macht Linkin Park im Jahr 2024 aus? Und welche Rolle spielt dabei ihre künstlerische Vergangenheit? Sie selbst haben es am besten ausgedrückt: „The hardest

