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Jalen Ngonda – Come Around And Love Me

27. September 20233 Min. gelesen

Der US-amerikanische Musiker singt sich auf seinem Debütalbum „Come Around And Love Me“ mit Soul auf neue Bühnen – und erinnert dabei nicht wenig an Marvin Gaye.

Schon einmal von Daptone Records gehört? Nein? Nun, das in New York ansässige Label hilft seit Jahren, Soul in der Musikgeschichte weiterhin einen Platz zu geben. Dabei unterstützen sie unter anderem Charles Bradley oder etwa Sharon Jones & The Dap-Kings. Letztere arbeiteten in dem Studio sogar mit Amy Winehouse zusammen. Und heute mit Jalen Ngonda.

Nach mehreren Singles und einer EP kann man heute endlich behaupten: Sein Debütalbum ist herausragend. Es arbeitet spielerisch mit den Souleinflüssen der 60er und 70er Jahre und erinnert zeitgleich an RnB und Doo-wop. Laut des Musikmagazins NME erklärt der Sänger: „To a stranger, I would say my music is soul/R&B, while trying to fit in The Beach Boys and The Beatles somewhere in between“. Anderweitig sollen die Arctic Monkeys beispielsweise als Inspiration gelten, doch das zeigt sich eher unterschwellig. Ngonda listet zudem Mary Wells, Sam Cooke oder Otis Redding auf, mit deren Musik er aufgewachsen ist. Und denen er sicher etwas ähnele, in seiner eigenen Art und Weise.

Ngondas Stimme ist jeher reich an Emotionen, die unter die Haut gehen. Das zeigt sich in diesem Album zum Beispiel bei „That’s All I Wanted From You“, bei dessen Start man fast einen Schrei erlebt – aber dann eben doch nicht ganz. Er schreit eher in Kleinbuchstaben, wenn man so will. In „Lost“ dagegen zeigt Ngonda sein Können durch abwechselnd sanftes Singen und Sprechgesang. Während das Album keine großen Tempo-Sprünge macht, kreiert der Sänger allein durch seine Stimme ein kraftvolles Ensemble.

Der erste und zugleich titelgebende Song macht sich durch Streicher bemerkbar, die mit einem Vibrafon und Ngondas Falsetto kombiniert ganz wunderbar klingen. Wenn man dann etwas genauer hinblickt, scheint es, als wäre bei „Come Around And Love Me“ jeder Song an eine Person, die man liebt, gerichtet. So singt er in „Give Me Another Day“ etwa: “Ooh, oh, yeah / The first time you held my hand / I felt the earth stand still / A thrill more than I could ever want before“. Doch gegenüber der Medienorganisation NPR gibt Ngonda zu, dass einige Lieder, wie etwa der Titelsong, nicht an eine bestimmte Person gerichtet sind, sondern eher ein Ausdruck seiner künstlerischen und lyrischen Freiheit.

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Annika Block - Redaktion

Zwischen Alltagsstress und Unidruck so oft es geht auf Indie-Konzerten, in der Sonne mit einem Buch in der Hand oder am Abgehen zu „You Can Call Me Al“ zu finden. Täglich am neue Musik entdecken – und am besten direkt darüber schreiben.

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