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Melancholisch, weich, emotional – 5 EPs für den ausklingenden Winter

11. Februar 20264 Min. gelesen

Das Jahr 2026 ist noch jung und wir stecken vielleicht noch leicht im Winterschlaf. Für die beschlagenen Fenster und regnerischen Nachmittage der Jahreszeit empfiehlt sich die richtige Musik. Daher zeigen wir euch hier 5 EPs, die den Winter nicht vertreiben – ihn aber etwas angenehmer machen.

Quadeca – i.ii.iii

Der frühere YouTuber und heutige Musiker Benjamin Fernando Barajas Lasky präsentiert mit dieser EP ein stimmiges Begleitwerk zu seinem 2025 Album „Vanisher, Horizon Scraper“. Quadeca war schon immer ein Freund des Experiments: in Form von kryptischen Visuals oder musikalisch im Genremix von Artpop, Neo-Psychedelia und Hyperpop. Dabei kann das Experiment gerne auch ruhig sein, denn „i.ii.iii“ kommt als Ambient-EP komplett ohne Stimme aus. Stattdessen stehen hier klangliche Texturen im Vordergrund: verhallte Synth-Flächen, fragile Soundfragmente, schwebende Übergänge. Perfekt für schweifende Blicke vom Balkon oder den Spaziergang (solange er unter 22 Minuten bleibt).

Die EP ist (bislang) nur auf YouTube zu hören:

Shea, Avenade, Trey Cardi – Eskipade

Für Shoegaze-Fans ist „Eskipade“ ein atmosphärischer Einstieg in das Jahr. Die EP erfindet das Genre nicht neu, greift aber eine 90er-Alt-Rock-Ästhetik überzeugend auf und verarbeitet sie zu dichten Klanglandschaften voller verzerrter Gitarren. Sheas Stimme schwebt dabei zwischen Verletzlichkeit und Dringlichkeit, denn in den vier Tracks verpackt sich ein Emotionscocktail aus Angst, Wut und Apathie: „Something is wrong here / I’ve got to go away / The city looms over my roots / And as I sprout, my body shakes and starts to heat / My heart’s like a flame that starts to freeze“. Ideal für Tage, an denen der Himmel etwas grau bleibt.

Westside Cowboy – So Much Country ’Till We Get There

Der Titel verspricht Country, diese EP liefert aber vor allem erzählerischen Indie-Rock. Gitarren, dezente Percussion und eine klassische Instrumentierung versprechen ein Gefühl von Aufbruch und Möglichkeit – wenn auch vermischt mit schwereren Ansätzen: „And this will blow over / There’s so much country ‘til we get there / And you’ve gone all over“. Diese leichte Melancholie berührt und eignet sich für lange Zugfahrten entlang der Natur, um dem nahenden Frühling zu beobachten. Denn Winter bedeutet nicht nur Stillstand, sondern auch Neuanfang.

Dugui HG – AN ORANGE EP

Nach seinem Debütalbum im vergangenen Jahr präsentiert Dugui HG erneut einen geeigneten Hintergrund für nächtliche Roadtrips und Gedankenkreise. Smoother Jazz-Rap wird hier von sanften Klavier- und Bläser-Samples begleitet. Lyrics über den eigenen Erfolg, Reflexionen über die Liebe und Erinnerungen an den Sommer: alles passend zur introspektiven Winterzeit. Musikalisch und textlich fließt Dugui HG von Track zu Track – niemals einschläfernd, aber mit einer entspannten Lässigkeit. Und Fans von Tyler, the Creator werden mit dem Feature von Jøjo ihren Spaß haben: Achtung, Verwechslungsgefahr!

I Promised the World – I Promised the World

Um der einschläfernden Wirkung des Winters entgegen zu wirken, bringen I Promised the World mit ihrer selbstbenannten EP das perfekte Rezept. Das ist vertraut: Post-Hardcore Elemente treffen auf Metalcore-Energie, explosive Breakdowns und Screams auf melodische Hooks. Auf voller Lautstärke eignet sich das für das schwitzige Workouts, um der Winterkälte zu entkommen. Dynamisch, roh, emotional: Diese Musik wärmt nicht nur, sie rüttelt wach.

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